Ende gut, alles gut.

19.02.2018

Ende gut, alles gut.

Jedoch kam das Ende dieses Jahr für einige Fasnächtler zu früh. Nach einer kurzen Fasnachtssaison resümiere ich noch ein letztes Mal unser Wochenende – der Abschluss der Schränzer-Saison 2017/18.

Hä? Der Aschermittwoch ist doch vorbei und damit die Fasnacht in den meisten Kantonen abgeschlossen? Richtig. Zum Glück aber gehört unser Nachbarkanton Zürich nicht zu diesen Kantonen. Ihm sei Dank konnten wir noch ein Wochenende länger tröten und feiern.

Samstag: Regnerische Angelegenheit

Am späten Samstagnachmittag häuften sich immer mehr Schränzer im Werkdienstgebäude an. Nachdem alle die Schminkprozedur bei unserem eingespielten Schminkteam hinter sich gebracht haben, fanden sich alle anwesenden Schränzer an den Apérotischen und -bänken ein. Nach einem gemütlichen Gschwätz begaben sich alle auf den Weg in Richtung Kanton Zürich – Wald war unser Ziel.

Dort angekommen, wurden wir gleich von unseren zwei persönlichen Begleitern zu unserem Startpunkt des Sternmarsches geführt. Während andere Guggen bereits im strömenden Regen in Richtung Schwertplatz marschierten, konnten wir uns noch im Trockenen unterstellen. Kurze Zeit später wagten jedoch auch wir uns in die Nässe und gaben unsere Stücke vor der riesigen Menschenmasse* zum Besten. (*Zur Vermeidung von Missverständnissen: Die Menschenmasse bestand ausschliesslich aus Guggern, andere Fasnachtsbegeisterte wagten sich wohl (noch) nicht so tapfer wie wir in das Sauwetter.)

Nach einem kurzen Monsterkonzert (mit bereits stillschweigendem Instrumententausch) durfte jede Guggenmusik noch zwei Stücke alleine präsentieren. Natürlich dann aber jeder wieder im richtigen Register spielend. Anschliessend waren die Schränzer hauptsächlich im Schwertsaal und in der Schnitzhütte zu finden. Da fanden auch unsere nächsten zwei Auftritte statt: Einmal in gedämpfter Lautstärke und unter einengenden Bedingungen in der Schnitzhütte, danach volumenausschöpfend und mit mehr Platz im Schwertsaal.

Zum Schluss durften wir noch in der Golden-Bar unser Können beweisen, dieser Auftritt ähnelte dann eher wieder demjenigen in der Schnitzhütte, einfach noch etwas enger und spezieller. Nachdem alle Auftritte hinter uns lagen, feierten einige Schränzer noch tapfer weiter, während sich andere bereits zuhause (oder wo auch immer) ins Bett gelegt haben.

Sonntag: Ein letztes Mal geniessen

Am Sonntag versammelten wir uns auf ein Letztes zum (Über-)Schminkplausch. Gesichter neu verwandelt oder teils überschminkt, die letzte Rede vor dem Aufbrechen gehalten, die Schmink- und Apérosachen in den Keller verstaut - so machten sich die Schränzer ein letztes Mal für diese Saison auf den Weg nach Wädenswil zum Fasnachtsumzug.

Nur weil wir am Ende der Saison angekommen sind, heisst das nicht, dass alles einwandfrei funktioniert – im Gegenteil. Nur etwa ein Drittel fand sich rechtzeitig am Umzugsstart ein, der Rest wurde dann kurz vor dem eigentlichen Beginn aufgegabelt. So ging der Umzug los, den wir dann aber gut hinter uns bringen konnten. Viele begeisterte Besucher fanden sich an den Strassenrändern ein, welch eine Freude so zu musizieren! Nach dem schönen Umzug gönnten wir uns eine Verstärkung im Verpflegungszelt. Danach hatten wir eine laaaange Pause, um unsere Kräfte für den allerletzten Auftritt der Saison zu sammeln. Alle Schränzer waren auf dem Lindenplatz versammelt und genossen die Töne der anderen Guggenmusiken. Jedoch wollten diese kein Ende finden, somit verzögerte sich unser Auftritt um einiges. Nach gefühlten 20 Stücken unserer Vorgugge konnten wir nun endlich auf die Bühne treten – und genossen unseren Schlusswürg.

Nachdem alles in den Autos verstaut und die drei vermissten Grinde vor der Müllabfuhr gerettet wurden, fanden sich die Schränzer beim Pizzaplausch im Campione mit Schätzlis und Kindern wieder ein. Gemeinsam blickten wir auf eine weitere erfolgreiche Saison zurück und genossen den letzten gemeinsamen Abend in gemütlichem Ambiente.

Vielen Dank für die tolle Saison - ihr sind alles geili Sieche!

ENDE

(Das magische Wort am Schluss alter Filme, bei dem wir uns noch schnell ein Tränchen aus dem Gesicht wischen, bevor das Licht angeht. So ging es bestimmt auch einigen Schränzern, bevor sie am Montag wieder zur Arbeit erschienen sind.)

Aber: Das Meiste was ein Ende hat, hat auch eine Fortsetzung. In unserem Fall können wir uns da sicher sein: Wir werden frisch ausgeruht nächste Saison wieder tröten!

-Fin-

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