Doppelt gemoppelt in Kerns und Büron

25.01.2018

Doppelt gemoppelt in Kerns und Büron

Am Samstagnachmittag startete das Schminkteam schon um 14:30 Uhr mit seinen Künsten.

Während dem Apero kann sich jeder Gugger der Verschönerungs-Kur unterziehen und jedes noch so müde Gesicht erstrahlt umgehend in neuem Glanz (je Fasnacht, je wichtiger..). Und auf ging’s mit dem Car Richtung Innerschweiz. Im Car kursierten allerhand Durstlöscher, so, dass sicher kein Schränzer durstig in Kerns ankam. Das Wetter meinte es nicht so gut mit uns und daher brachten wir erst einmal unsere Schlafsäcke sicher ins Trockene, einige würden das zu später Stunde noch sehr schätzen...

Um 19:15 startete der Fackelumzug zur offiziellen Fasnachtseröffnung von Kerns. Mit kleiner Verspätung haute uns ein zünftiger Böllerschuss als Startzeichen fast aus den Socken. Und schon tappten wir in unseren Grinden durch die dunklen Gassen von Kerns in Richtung... ja in welche Richtung überhaupt? Wir drehten uns im Kreis, kamen gut eingeweicht aber doch ans Ziel. Anschliessend war gut beraten, wer sofort ein trockenes Plätzchen ergattern konnte.

Wir hatten Glück, in lustiger Runde mit ein paar Senioren der Hügü genossen wir bei Speis und Trank diverse Guggen-Konzerte. In Gesellschaft diverser undefinierter Kreaturen erweiterte sich unser kultureller Horizont in Bezug auf die Luzerner Fasnacht immens.

Doch da trennten sich unsere Wege plötzlich, wir sollten ja schon auf der Bühne sein. Vor lauter Schreck beim Anblick der Uhr blieb sogar unser Bier stehen.

Die drei Auftritte hatten es in sich: entweder goss es wie aus Kübeln oder wir spielten in einem so kleinen Lokal, dass ein Teil der Gugger auf der Strasse blieb. 

Da das Schuhwerk eines Gugge-Senioren für einmal nicht ganz so hartnäckig war wie Petrus mit dem Regen, zwang dieses auch hartgesottene Schränzer für einmal früh in den Schlafsack. Und siehe da, am Sonntag fand sich eine Lösung für das Problem. Frauen haben bekanntlich immer zu viele Dinge im Gepäck, diesmal sollte es sich lohnen. Wie lange hält wohl dieser „Leim“?

Gut gelaunt und mehr oder weniger ausgeschlafen (oder aus dem Schlaf gerissen), machten wir uns wieder ans Schminken, oder zumindest Übermalen. Die Unterkunft war aufgeräumt und der Car konnte wieder mit der ganzen Bande ins luzernische Büron aufbrechen.

Nach einem Mittagshalt freuten wir uns frisch gestärkt auf den Umzug, welcher nach langem Unterbruch zum ersten Mal wieder am Sonntagnachmittag stattfand. Büron hat sich grosse Mühe gegeben und die Einwohner standen zahlreich Spalier. Die Guggen gaben beim Monster ihre Stücke zum Besten und Jung und Alt bewegte sich rhythmisch zu den fetzigen Klängen.

Schon war es am Eindunkeln und das erste grosse Fasnachtswochenende fast zu Ende.
Unser Chauffeur brachte uns souverän wieder ins gelobte Land am Ricken, so konnten die müden Schränzer unter uns die verpassten Stunden Schlaf vom Wochenende doch noch kompensieren.

Wir werden am Freitag ausgeschlafen sein, Frösche!

Grane,23:45

Social Media

Powered by Weblication© CMS