Vom Winde verweht

15.02.2016

Das fünfte Wochenende dieser Saison war intensiv und zeigte sich - auch wettertechnisch - sehr facettenreich.

Das fünfte Wochenende dieser Saison war intensiv und zeigte sich - auch wettertechnisch - sehr facettenreich.

Donnerstag - Regen in Konstanz
Der SchmuDo ist ja bekanntlich der Höhepunkt eines jeden Fasnachtsjahres. So konnten es gewisse Schränzer wie immer kaum erwarten und machten sich frühmorgens auf nach Luzern zum «Urknall». Für den Rest von uns gab es den Startschuss am Mittag im Werkdienst und einem Topf voll Farbe und einer gemütlichen Carfahrt in den grossen Kanton.

Kaum angekommen, sprangen wir schon ins bunte Treiben mit dem ersten Auftritt beim altehrwürdigen Münster. Gerade noch rechtzeitig legten wir einen doch sehr ansehn- und -hörlichen Auftritt hin und begaben uns danach in die verwinkelten Gassen des schönen Konstanz. Und wer jetzt denkt, dass wir noch nie eine Truppe der leidenschaftlichen «Gässler» waren, irrt sich gewaltig. Vorbei sind die Zeiten, in denen das Gässle den meisten Schränzern die Wutesröte ins Gesicht trieb. Nein nein, dieses mal war es anderst. So zogen wir von Ecke zu Ecke und gaben mal hier mal dort einen Teil unseres Repertoires zum besten. Und auch an der Ausdauer mangelte es nicht: Bis Abends um 11 wurde trotz teils widrigen Bedingungen bei Wind und Regen weitergetrötet was das Zeug hält. Und das nicht zuletzt durch die Unterstützung durch unseren Dirigenten Kusi auf der Trompete. Vielen Dank an dieser Stelle - für jede Art von Unterstützung an diesem SchmuDo!


Freitag - Sonne in Gommiswald, Drehlichter in Sirnach
Nach dem intensiven ersten Tag ging es direkt weiter mit dem Umzug in Gommiswald. Etwas ausgebremst von einem vor sich hin trottendem Altenheim ging bahnten sich die Schränzer ihren Weg in Richtung Dorfkern und schoben sogleich einen Auftritt bei der Bäckerei Huber ein. Sogar eine Kombo mit den Tanzbodensurris Rieden lag hier noch drin.
Danach ging es weiter nach Sirnach, wo am Abend noch ein Umzug, ein Monsterkonzert und ein eigener Auftritt zu bewältigen waren. Was verhalten angefangen hatte, steigerte sich zu einem sehr lustigen Abend. So schien morgens um 1 Uhr sogar noch der Funke auf das Publikum und die Organisatoren überzuspringen, die kurzum ihr eigenes militärisches Drehlicht-Regime über Bord warfen und eine Zugabe von uns verlangten. Und das obwohl in diesem Festzelt die Guggen im Viertelstunden-Takt auftauchten.


Samstag - Zerst hui dänn pfui!
Wie das ganze Wochenende war auch der Samstag sehr intensiv. Mit Benken, Schmerikon und Schänis besuchten wir gleich drei Orte der Region. Zuerst das Büssli mit Ballons vollgestopft ging es auch gleich los: In Benken stand der erste Umzug des Tages an. Ein Prachtswetter erwischten wir da mit Temperaturen fast schon wie in Marrakesch. Wohl nicht zuletzt deshalb war die Strasse gesäumt mit zahlreichen Zuschauern, die sich an unseren kakophonen Klängen erfreuten.
Danach ging es weiter nach Schmerikon, wo in der Abenddämmerung der zweite Umzug anstand. «Kurz und knackig» war das Ganze und so standen wir schon bald für die zweite heiss begehrte Wasserwurst des Tages an. Leider war funken offenbar nocht nicht ganz auf alle Fasnachtler übergesprungen, sodass die Stimmung bei unserem frühen Auftritt im Festzelt doch eher einem Treffen der ornitologischen Fakultät der Uni Schleswig-Holstein als einer Fasnachts-Party glich.
Macht nix, wir gingen weiter. Nur leider ist es ja meist so, dass auf die schönen Umzüge mit Föhn-Unterstützung etwas weniger schönes folgt. So war es denn auch in Schänis, wo das Festzelt aufgrund des starken Winds denn auch schon dicht gemacht hatte werden müssen und unser Auftritt kurzerhand ins luftige Freie verlegt worden war. Wohl als einzige Gugge wagten wir uns auf diesen Ast hinaus und wurden dafür belohnt: Die Sousaphonisten durften sich eines Gratis-Trainings für die Rumpfmuskulatur erfreuen und der Rest brachte wohl ein so grosses kumuliertes Haar-Volumen wie selten zusammen. Was will man mehr?

Sonntag - (Konfetti)-Regen in Bassersdorf
In etwas dezimierter Anzahl bahnten wir uns geleitet von äusserst kompetenten Verkehrskadetten den Weg zum Umzugsstart im zürcherischen Bassersdorf. Nach dem Einsteh-Apéro im grosszügigen Festzelt beim Umzugsstart erfreuten wir uns an den anderen Umzugsteilnehmern. Allen voran gewann der Wagen des FaKoBa unsere Aufmerksamkeit (und später sogar jene von TeleZüri, siehe hier). Pünktlich zum Umzugsstart setzte dann natürlich auch noch der Regen ein, wovon uns aber die unerwartet grossen Besuchermassen ablenkten. Ein wirklich schöner und vor allem schön kurzer Umzug.
Danach ging es weiter mit einem spontan organisierten Auftritt in der Turnhalle. Brav «formierten» wir uns wie verlangt auf der Bühne und hupten einige Stücke für Zürcher Fasnächtler. Und sogar obwohl sie mehr zu den Hintergründen unseres Vereins erfahren wollten blieb Ihnen eine Zugabe vergönnt. So kann es einem ergehen wenn man so selbstbewusste Gugger einlädt ;-) Den letzten Auftritt im FaKoBa-Zelt an der Rue de René gabs dann schon bei fast vollständiger Dunkelheit. So zogen wir langsam von dannen und jeder widmete sich zu Hause den Blessuren dieses intensiven Wochenendes. Die nächste Ausfahrt nach Brittnau kommt nämlich bestimmt... 

-nemo-

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