Fasnacht Eschenbach — Schön, daheim zu sein

28.01.2016

Kaum war die Fasnacht zwei Wochen alt, war es schon da, das Wochenende, auf das sich jeder Riesling Schränzer das ganze Jahr über freut: Unsere Heimfasnacht stand vor der Tür. Und wie es sich gehört, genossen wir diese in vollen Zügen.

Kaum war die Fasnacht zwei Wochen alt, war es schon da, das Wochenende, auf das sich jeder Riesling Schränzer das ganze Jahr über freut: Unsere Heimfasnacht stand vor der Tür. Und wie es sich gehört, genossen wir diese in vollen Zügen.

Zuerst zur Vorbereitung. Während die meisten schon im Sommer von ihren tollkühnen Plänen zur Verkleidung für das nächste individuell-närrische Treiben am Eschenbacher Freitag schwärmen, ging es zumindest mir so wie jedes Jahr: Freitag-Mittag, was mach ich bloss? Schnell auf den Dachstock geklettert, die alte Wettertanne aus dem Speicher geholt und ab die Post.
Natürlich sind aber nicht alle Schränzer solch unvorbereitete Schusselchen wie ich. Ganz im Gegenteil. Da kamen einem wunderbare Harlekinos, ein leicht aufrdinglicher Tierpfleger, ein lesbisches Haasen-Pärchen und sogar eine Zirkus-Verkäuferin mit Gratis-Glacé im Bauchladen entgegen. Kurzum: Die Schränzer hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen.

Nun denn, als Gugge haben wir ja nicht nur gut auszusehen sondern auch gut zu spielen. So machten sich zumindest einige von uns brav für den ersten Auftritt im Zunftzelt bereit. Und doch: Etwas unerwartet kam die Durchsage durch Speaker Filu dann doch. So bahnten wir uns unseren Weg durch die Lutzvernichtungsstrasse und gaben unsere neuen Stücke ein erstes Mal offiziell auf heimischem Boden zum Besten. Fazit? Schon ganz ok, aber das können wir besser!

Gesagt, getan. Beim zweiten Auftritt um Mitternacht im grossen Zelt zeigten wir unsere ganze Klasse. Sogar für eine letzte Ansage des Speakers vor unserem Auftritt war keine Zeit mehr, so schnell drängten wir ins Zelt zu den frenetisch jubelnden Fan-Scharen ;) Gut war's auf jeden Fall und so ging der erste Abend musikalisch stimmig zu Ende. Danach wurde natürlich noch lange gefeiert und auf der Gasse wird gar gemunkelt, dass gewisse Schränzer die Bar bis zum Morgen nicht freiwillig verlassen hätten.

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Verkatert oder nicht, am Samstag stand unserer grosses Heimspiel auf dem Plan. Am frühen Nachmittag trafen wir uns zum Schminkplausch, wobei sich der eine oder andere beim Holen der Instrumente noch kurz von unnötigem Ballast des Vorabends befreite. Diesmal im richtigen Gwändli zauberte uns das Schminkteam wieder einmal etwas Farbe ins Gesicht.

Dieses Jahr durften wir im Werkdienst sogar eine Premiere feiern: Unsere ersten Gönner (hauptsächlich bestehend aus der erweiterten Familie Bolfing) waren zum Apéro mit anschliessendem Privatkonzert eingeladen. Im heimeligen Ambiente rund um Salzstreuwagen und den Klang des Airbrush-Kompressors genossen wir also die fürstliche Tafel, die Fibse wieder einmal so brilliant aus dem Ärmel geschüttelt hat. Direkt danach stand wie gesagt die erste Privataudienz für unsere Gönner an. Obwohl, ganz so privat blieb diese nicht lange, denn laufend erfreuten sich weitere Passanten an unseren kakophonen Klängen. Irgendwas scheinen wir also richtig zu machen...

Weiter ging es, das nächste Mal auf dem Schulhausplatz und der erste offizielle Auftritt auf der Sternenkreuzung standen an. Wobei, ganz so sicher waren wir uns dann plötzlich auch nicht mehr, wie offiziell das Ganze war. Schliesslich spielt man nicht alle Tage mitten im Verkehr und unter Polizeischutz. Jedenfalls liessen sich davon weder wir noch die Zuschauer auf der anderen Strassenseite verunsichern. Schon bald danach ging es mit dem Nachtumzug los, der wie jedes Jahr gut besucht war.

Der Abend war dann wieder gespickt mit weiteren Auftritten: Post, Sternen und das Zunftzelt standen auf dem Programm. Und schon bald steigerten sich die Schränzer in einen Rausch. Der Auftritt bei der Post? Wohl das beste was man seit längerem von uns gehört hat.

Und natürlich war die Nacht noch lange nicht zu Ende, für gewisse soll sie sich sogar bis in den Sonntag-Vormittag gezogen haben. Denn schon bald standen viele Schränzer wieder zum Aufräumen der ganzen Sauordnung auf der Matte. Vielen Dank euch geilem Haufen auch an dieser Stelle!

Cheers und bis bald
-nemo-

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